Die letzten Stunden vor der Sprengung des Kohlekraftwerkes Arzberg. Kurzversion der Dokumentation
Thomas Eiskirch hat Vorwürfe von CDU und FDP scharf zurückgewiesen, die rot-grüne Landesregierung sei für die verfahrene Situation beim Ausbau des Kohlekraftwerkes Datteln IV verantwortlich. Die Probleme gingen auf massive Fehler der abgewählten schwarz-gelben Landesregierung zurück, die bei der Baugenehmigung geschlampt habe. Eiskirch im Plenum des Landtags NRW: “Wir reden hier nicht darüber, ob man Datteln will oder ob man Datteln nicht will. Wir reden hier ob man Datteln noch kann oder nicht kann! Und diese Frage hat das Oberverwaltungsgericht gestellt, weil Sie die Situation versaubeutelt haben! Es gibt kein Planungsverfahren in NRW, was so fehlerbehaftet ist – und zwar wirklich geprägt durch die alte Landesregierung – wie dieses. Wir sind diejenigen, die sich große Mühe geben, in einem geordneten Verfahren zu prüfen ob es rechtlich überhaupt eine zweite Chance geben kann. Ich kann für die SPD sagen: Wir wollen Datteln 4!” Schwarz-Gelb habe bei der Genehmigung Dinge wie Abstandsregeln und baurechtliche Vorschriften missachtet, die man keinem privater Hausbauer durchgehen lassen würde. Daher habe das Gericht den Bau gestoppt. Man wolle nun versuchen, die Fehler von CDU und FDP noch auszubügeln – aber immer auf dem Boden der Rechtstaatlichkeit. Video Bewertung: 5 / 5
Neue Kohlekraftwerke in Brunsbüttel: ineffizient, klimaschädlich und unwirtschaftlich Video Bewertung: 4 / 5
Bärbel Höhn MdB zum Kohlekraftwerk in Marl: Klimapolitische Geisterfahrt geht weiter Debatte um Kohlekraftwerke im Bundestag Innovation, Nachhaltigkeit, Klimaschutz drei Begriffe, die sich fest im politischen Vokabular mittlerweile aller Parteien verankert haben. Doch denen dienen sie allzu oft als grünes Feigenblatt. Das wurde wieder einmal deutlich bei der Debatte um das von den Grünen geforderte Verbot für neue Kohlekraftwerke. Eine ganz große Koalition aus CDUCSUSPDFDP setzte hier ihre klimapolitische Geisterfahrt fort und stoppt den Antrag der grünen Bundestagsfraktion. Nun drohen neue Kohle-Großprojekte, die Deutschlands Zukunft verbauen. Mit jedem neuen Kohlekraftwerk schwindet die Chance, die Klimaschutzziele noch erreichen zu können. Das haben unabhängige Experten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bereits letztes Jahr vorgerechnet. Demnach wird die angestrebte 40-prozentige Emissionssenkung bis 2020 verfehlt, wenn mehr als 9.000 MW neue Kohlekraftwerksleistung gebaut werden. Dieser Spielraum ist aber bereits durch die aktuell in Bau befindlichen Kohlekraftwerke erschöpft. Das lässt nur einen Schluss zu: Es darf keine weiteren Genehmigungen für Kohlekraftwerk geben! Die grüne Bundestagsfraktion hat deshalb in einem Antrag ein Verbot neuer Kohlekraftwerke gefordert. Ein verbindlicher strenger Mindestwirkungsgrad für fossile Kraftwerke soll dafür sorgen, dass nur noch hocheffiziente Gaskraftwerke gebaut werden dürfen. Bislang spielen Effizienz und CO2-Ausstoß bei … Video Bewertung: 4 / 5
Bärbel Höhn MdB zum Kohlekraftwerk in Marl: Energien mit Zukunft sind grün Unser Energiekonzept 2.0 belegt: Wir brauchen keine neuen Kohlekraftwerke und können aus der Atomenergie wie geplant aussteigen. Selbst dann lässt sich die angestrebte Reduktion des CO2-Ausstoßes um 40% bis 2020 erreichen. Mit neuen Kohlekraftwerken hingegen würde Klimaschutz für Deutschland zum politischen Fremdwort. Aus Klimaschutzgründen ist es besser, Altanlagen noch einige wenige Jahre am Netz zu lassen und entsprechend dem Fortschritt bei den umweltfreundlichen Energien so schnell wie möglich auslaufen zu lassen, statt alte Kohlekraftwerke durch neue zu ersetzen. Denn einmal gebaut, bleiben die Kraftwerke 50 Jahre am Netz. Damit wäre der Weg in eine klimaverträgliche Energiezukunft auf Jahrzehnte verspielt. Hinzu kommt, dass die Stromerzeuger ihre Emissionsrechte für Kohlendioxid ab 2013 europaweit werden kaufen müssen. Bei Kohlekraftwerken würden voraussichtlich 50 bis 70 Euro pro Tonne CO2 an zusätzlichen Kosten anfallen die letztlich von den KundInnen aufgebracht werden müssten. Mit ihrer enormen CO2-Fracht werden Kohlekraftwerke daher zur Preisfalle. Der Grüne Weg in eine klimaverträgliche, bezahlbare und sichere Energiezukunft führt über folgende Maßnahmen: * Stromerzeugung muss demokratisch kontrolliert werden sie allein den Konzernen zu überlassen, führt in die Sackgasse. Wir fordern, dass die Bundesregierung einen Masterplan Energie 2020 gemeinsam mit den Verbraucher- und …
Tübingen, 16. Oktober 2010. Auf dem Strom der Zeit bringen die Klimapiraten die Stadtwerke auf Kurs. Mit einer Stocherkahn-Demonstration protestierten sie gegen die Beteiligung der Stadtwerke Tübingen am Neubau eines Kohlekraftwerks in Brunsbüttel. Vor der Neckarfront bildeten die Stocherkähne zunächst ein Kohlekraftwerk und formierten sich dann zu einem Windrad um. Mit der Aktion forderten die Klimapiraten die schnelle Energiewende von der fossilen hin zu einer zukunftsfähigen erneuerbaren Energieversorgung. Wegen ihrer schlechten Regelbarkeit stehen Kohlekraftwerke dem wichtigen Ausbau der erneuerbaren Energien strukturell im Wege. Dazu Obermeister Boris Palmer am 15.9.2010 im Schwäbischen Tagblatt: „Alte Atommeiler und neue Kohlekraftwerke zusammen ergeben keine Brücke, sondern einen Propfen für die erneuerbaren Energien.” Video Bewertung: 1 / 5
Fakten zum geplanten Steinkohlekraftwerk der Trianel-Gruppe: * 27 regionale Stadtwerke beteiligen sich am geplanten Projekt (ua Stadtwerke Krefeld) * Die elektrische Leistung des Kraftwerks liegt bei ca. 750 MW. (die thermische Leistung ist mehr als doppelt so hoch) * pro Stunde würden in diesem Kraftwerk bei Volllastbetrieb 277 t Kohle verbrannt! (Schornsteinhöhe 140 Meter) * Die jährlich freigesetzte Masse an Kohlendioxid beträgt circa 4,4Millionen t! (Zum Vergleich: Würde Australien die Anti- Glühbirnenaktion bis zum Jahr 2015 umsetzen, würden jährlich 3 Millionen t Kohlendioxid eingespart! ) * Das Kraftwerk soll bis zu 60 Jahre in Betrieb sein! * Während der Lebensdauer des Kraftwerks würde soviel Kohle verbrannt, wie alle deutschen Bergwerke zusammen in sechs Jahren fördern! * Zur CO2-Belastung muss der Energieaufwand für den Kohletransport aus Südafrika, Australien, China und Kolumbien hinzugerechnet werden. Bei der Kohle handelt es sich oftmals um Blutkohle * Es befinden sich bundesweit 27 Braun- und Steinkohlekraftwerke im Bau oder in der Planung. In NRW sind dies zB die Standorte Neurath, Hamm, Hagen, Datteln, Walsum, Herne, Lünen und Krefeld. * Der Emissionshandel subventioniert massiv die Kohlekraftwerke. Diese erhalten je erzeugter Kilowattstunde elektrischer Energie Emissionsrechte für 750 Gramm Kohlendioxid, während Gaskraftwerke nur Rechte für 365 Gramm erhalten. * In Hürth bei Köln wird zB zur Zeit ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Kraftwerk) gebaut …